Ziegenlämmer

Aufzucht der Ziegenlämmer

Nach ungefähr zehn bis zwölf Wochen trennt man die Lämmer von ihren Müttern. Das ist das sogenannte Absetzen. Die Trennung ist für beide sehr schwer zu verkraften. Die Ziegenlämmer werden schreien und klagen. Damit der Trennungsschmerz nicht allzu lange dauert, sollen die Lämmer ihre Mütter nicht mehr sehen oder hören können. Werden sie nicht getrennt, entwöhnen die Ziegen selbst ihre Lämmer. Normalerweise saugen sie dann bis zu fünf Monate.

Sollen die Ziegenlämmer geschlachtet werden, so ist dies zum Zeitpunkt des Absetzens oder ein paar Monate später möglich. Hat man die Fleischmenge im Blick, sollte man im Herbst schlachten.

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Künstliche Aufzucht

Wenn die Lämmer nicht natürlich aufgezogen werden können, ist die künstliche Aufzucht eine Möglichkeit. In manchen Fällen müssen Halter*innen ihre Lämmer mit Lämmersauger aufziehen. Vor allem dann, wenn die Zitzen zerbissen oder das Euter entzündet ist oder die Mutter krank bzw. sogar gestorben ist. So kann man auch verstoßene Ziegenlämmer aufziehen. Verstoßene kann man aber auch einer anderen Ziege mit Lämmern unterschieben. Damit die Adoption funktioniert, muss das Adoptiv-Lamm mit dem Urin oder der Milch der Amme eingerieben werden. So nimmt das Lamm ihren Geruch an.

Wichtig ist, die Flasche mit dem Sauger immer gut auszukochen. Auch die Milch muss frisch und körperwarm (ungefähr 35°C) sein. Ist die Milch zu kalt, kommt es zu Verdauungsstörungen (Durchfall).

Mit einem Lämmersauger können verstoßene Lämmer aufgezogen werden.